DMV-TCC: Mitfavoriten: Ex-Bellofpokalgewinner Christian Land + Robin "C"
Die Frage der letzten Woche, kommt er oder kommt er nicht, stellt sich am kommenden Wochenende bei 5. DMV-TCC-Weekend in Hockenheim nun nicht. Wie von Team Leipert-Motorsport-Wegberg zu erfahren war. tat sich für den Zauberlehrling des GT-Sports in Deutschland eine andere Lücke auf. Fabian Hamprecht ergatterte bei der Lamborghini-Blancpain Super Trofeo in Spa einen Platz. So kommt er nicht nach Hockenheim um seine Tabellenführung in der Serie mit einem Spitzenresultat zu verteidigen. Ein Luxemburger Fahrerkollege des Leipert-Teams musste aus privaten Gründen in Spa passen. Hamprecht sprang kurz entschlossen ein.
DMV TCC in Hockenheim
So werden die Karten für die beiden DMV-TCC-Hockenheimrennen am Samstag ganz vorne vollkommen neu gemischt. Hamprecht fehlt in der GT3. Hinzu gekommen ist Mario Farnbacher in einem Porsche GT3R. Was wird der im Spitzenpulk ausrichten können? Dazu natürlich die Frage was der erstmals in der DMV-TCC genannte BMW B6 GT3, ein Ex Alpina-Masters-GT3-Siegerauto, in Klasse 10 ausrichten wird. Hermann Wager gibt seinem Spezel Rainer Noller in im Masters-Mobil in Hockenheim mal wieder eine Chance für das 2. Rennen.
Der amtierende Champion Jürgen Bender, der Mann mit der Startnummer 1 auf seiner grauen Callaway-Corvette sieht dem 09.und 10 Lauf der Serie optimistisch entgegen. "Schaun wir mal was die Temperaturen am Samstag zulassen werden", waren seine Worte, als er nach den Chancen die Tabellenführung zurück zu erobern befragt wurde. Dabei lächelte der Neckarsulmer Ingenieur leicht optimistisch.

Ganz vorne in der Tabelle rangiert vor dem Hockenheim-Wochenende noch der Hagener Fabian Hamprecht. Gerade hat der auch international erfolgreiche Junior von Ex-Rennfahrer Papa Marian Hamprecht seinen 18. Geburtstag gefeiert. Die Tabellenführung wackelt mit der Absage des Zauberlehrlings nun natürlich. "Aber es gibt ja auch ein Streichresultat", lächelte einer aus dem Team viel sagend.
Bender (Corvette), Farnbacher (Porsche), und Ex-Bellofpokalgewinner Land Jr. (Mercedes) werden als die Männer angesehen, die in Hockenheim in der GT3-Klasse und auch bezüglich Gesamtsieg sehr sehr gute Erfolgschancen haben dürften.
In der Serie ist eine Klasse für noch stärkere GT-Rennwagen wie jene der GT3-Modelle ausgeschrieben. Und auch dort ist ein Mann am Start, der bislang nicht nur einen Gesamtsieg in der Serie verbuchen konnte. Albert Kierdorf kassierte auf Porsche 997 GT2 in der Vergangenheit bereits mehrere Gesamterfolge. Der Reichshofer wird seinen feuerroten Porsche mit gigantischem Dampf im Heck so auf die Reifen abstimmen, das er nicht nur schnell sein wird, danach an die Spitze fahren kann sondern ohne Reifenschäden über die volle Distanz kommt. Das gleiche Vorhaben dürfte Gaststarter Ex-STT-Champion Pertti Kuismanen aus dem Finnischen Turku in Hockenheim umzusetzen versuchen. Genannt ist der bekannte Finne wie auch der Deutsche Georg Nolte auf einem Ford GT. Apropos Ford GT - die GT3-Variante des Klassikers von Ford wird von Dietmar Haggenmüller aus Memmingen an den Start gebracht. Auch er legt ständig zu. Haggenmüller und sein Ford sind gut miteinander verwachsen.
In der großen Hubraumklasse tritt noch ein Fahrer an, der bislang bei schwierigen Wetter-bedingungen ordentlich auftrumpfte, Michael Bäder auf einem BMW M3-V8. In der Nische zwischen den Hubraumriesen und der GT3-Klasse ist die KL9 -5L angesiedelt. Hier durfte der Ex-Bellofpokalsieger Robin "C" (Chrzanowski) auf Porsche 997 GT3 kaum zu schlagen sein. Die Kollegen Dechent, Crow, Alber und Stein werden sich mit Sicherheit ganz kräftig zu wehren wissen.

Aber auch in den kleineren Hubraumklassen wird erneut mit harten Bandagen gekämpft. Bis 3,5L, keine Frage, da wird das Duller-Team aus Österreich einmal mehr das Maß der Dinge sein. Die drei BMW M3 für Markus Weege, Juniorchef Duller und Andy Corradina stellen für den Routinier Pergande eine harte Nuss in Hockenheim da.
Das Duo Krumbach/Nägler stellt in der Klasse bis 3,8L wohl die Messlatte dar. Gespannt sind die Fans aber dort auf den schnellen Donkervoort-Audi von dem in der Serie geübten Jo Kreuer aus Duisburg. Kreuer gibt immer Feuer. Ein Mann der den Rennsport liebt. Und der seinen Donki liebt. Er braucht einfach den Fahrwind um die Nase.
Eine Prognose für die Klassensieger in den KL.6+7 ist fast unmöglich. Theo Herlitschka, der 3. der Meisterschaft von 2008 ist mal wieder genannt. Nicht zu unterschätzen auch Dominic Fuchs oder der Däne Martin Marrill von der Insel Mön. Alle sind auf Porsche am Start.
Spannung verspricht der Kampf Porsche/Ferrari in der Kl.7. Wird Dirk Adamski den Porsche-Kollegen auf seinem Ferrari 458 Challenge nieder ringen können?
Es ist noch ein 2. Ferrari genannt. Klaus Dieter Frers bringt eine 458 GT3 an den Start. Er hat mit den Kollegen Farnbacher, Bender, Land und den Schweizer Stucky-Brüdern nicht gerade einfache Gegner in seiner Klasse.
Für Spannung ist also reichlich gesorgt am kommenden Wochenende in Hockenheim. Keine leichte Aufgabe für den Streckensprecher. Aber Routinier Klaus Lambert dürfte das Kind mit Hilfe seiner Gattin im Sinne der Racefans einmal mehr prächtig Schaukel.

Text/Foto: HTS

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