DMV-TCC: Gleich zweimal Hamprecht, Bender, Robin "C"
Auf dem 4,574 Km langen GP-Kurs von Hockenheim wurden der 7. und 8. Meisterschaftslauf der Serie ausgetragen. Über 40 Fahrer traten an. Im freien Training gab es nur wenig technische Probleme zu beklagen. Leider aber war der Sieger des Saisonauftaktes, Albert Kierdorf betroffen. Auf der Rückreise von einem Geschäftstermin brauchte er seine Koffer somit leider nicht erst auszupacken. Ein Schaden im Antriebsumfeld konnte man in Hockenheim "auf die Schnelle" nicht reparieren. Damit gab es im Kampf um den Gesamtsieg einen Frontmann weniger. Die Porsche-Ehre musste nun ein anderer Fahrer retten. Robin "C" auf einem Porsche 997 GT3 machte seine Sache dabei in Hockenheim gut. Er gewann den Bellofpokal in der Serie also 2011 absolut zu Recht. Doch später mehr dazu.
Siegerehrung DMV TCC

Im Training gelang es Fabian Hamprecht klar in beiden Läufen die Nase vorne zu behalten. Die Männern um Teamchef Leipert und Renningenieur Schröder stellten dem 17jährigen Fabian Hamprecht, wie bereits in der Slowakai, einen Lamborgihini Gallardo hin, mit dem es Junior Fabian gelang, absolut unspektakulär Bestzeit in den Asphalt des GP-Kurses zu radieren. Eine professionelle Nummer der Lambo-Crew. Die Wettbewerber diskutierten, ob das wohl durch Power auf der Geraden oder hohe Kurvengeschwindigkeiten gelang. Fieberhafte Diskussionen in den Boxen. "Im 2. Training kamen wir deutlich näher an die Zeit des Lambo's ran", so Bender's Renningenieur Bayer. Auch Robin "C" verkürzte den Abstand zum Polemann deutlich. Jede Veränderung der Rundenzeiten wurde in den Boxen heiß diskutiert. Ganz vorne rückten die Spitzenfahrzeuge zusehen's näher zusammen. Lamborghini, Callaway-Corvette - ein Produkt von Callaway-Copetition, Porsche, Mercedes - Bruno und Edwin Stucky's Werk, sowie das von Jo Klüber und dazu ein immer schneller werdender Ford GT3 von Dietmar Haggenmüller. 5 Fabrikate die um einen Platz "an der Sonne", auf dem so besonders beliebten Treppchen für die Gesamtsiegerehrung fighteten.  Am Ende dann Startreihe eins für Hamprecht und Bender in beiden Rennen. Den Handschlag dort oben von der Doppelspitze Müller & Hoffmann und das Küs-"chen" der Gridgirls und den dicken Pokal, all das zieht eben doch wohl mächtig.

Vor dem Start schaute Streckensprecher Lambert noch in die Zeiten des Saisonauftaktes vom April auf der gleichen Strecke. "Nicht alle Zeiten lassen sichere Schlüsse für das Rennen zu", so der routinierte Sprecher - er, wenn man so will, "the voice of DMV-TCC". Und weiter, "es wird ein spannendes Rennen im Kampf um alle Klassenerfolge geben". Ganz vorne ließ sich Fabian Hamprecht nicht nervös machen. Sein Start gelang gut. Er konnte vor dem amtierenden Meister Jürgen Bender in die erste "Rechts" einbiegen und setzte sich, als die Reifen warm waren von den Verfolgern zunehmend langsam immer weiter ab. "Fabians Auto ist deutlich leichter wie Jürgen's (Bender) Wagen. Das erklärt seinen Startvorteil beim Beschleunigen", so Renningenieur Bayer an der Bender-Box wärend des Rennens. Hatte sich zunächst Jack Crow und Markus Alber, die fidele Zebra-Crew (Foto) als erste Verfolger positioniert, so legte Robin "C" dann zu und eroberte am Ende im Kampf gegen den stark auf kommenden Bruno Stucky (CH) den 3. Gesamtrang.

Rennaction im Motodrom
(Foto: D. Glöckner)

Robin, der Junior von Teamboss Günter Chrzanowski, holte hier in Hockenheim für Porsche die Kohlen aus dem Feuer und das auf einem ganz normalen 997 GT3. Hut ab Robin - fly Robin fly - die Fans sind auf seinen nächsten Einsatz in Hockenheim schon jetzt sehr gespannt. Mit Spannung verfolgt wurde der Kampf um Rang 3 von Bruno Stucky aus der Siffertstadt Fribourg in der Schweiz. Der steht's lächelnde Gentleman gab mächtig Gas um das Treppchen zu schaffen. Dabei hatte er die Nase lange vorne. Aber am Ende war es Robin "C", der sich den Gang nach oben noch holte. Nur eine knappe Sekunde trennte beide Heros im Ziel. Beide hätten das Podium verdient, so die Meinung vieler Fans. Beide lieferten sich einen richtig harten Kampf bis ins Ziel. Nicht sehr glücklich schaute Jo Kreuer drein. Alles lief prächtig. Doch dann streikte sein Donki plötzlich. Da müssen die Techniker wieder ran.
Das 2. Rennen, Meisterschaftslauf 8 ging mit Verzögerung auf die Reise. 3 Fahrzeuge konnten nicht wie geplant durch starten. Ein Ausrutscher zweier Kollegen machte eine Neustart erforderlich. Dann aber ging's voll ab. Hamprecht vorne weg und Bender in der Rolle des Verfolgers. Dahinter der 3. des ersten Laufes, Robin "C". Der Langenfelder gab Gas wie wenn es um einen Werksvertrag ging. Er wurde von seiner Box bestens instruiert aber war steht's schnell genug unterwegs, um die aufkommenden Verfolger auf Distanz zu halten. Die Verfolger, das waren die beiden SLS-Piloten Bruno Stucky und Jo Klüber. Als diese Sternseilschaft auf eine Gruppe auflief die zu überrunden war setzte Jo alles auf eine Karte, nutzt die Gunst der Sekunde und ging an Bruno vorbei. Jack Crow, Zebra-1, Maximilian Stein von Schütz Motorsport und Markus Alber, hier im Kampf Zebra-2, bildeten die Verfolgergruppe. Am Ende schob sich Zebra 2 noch an den Luxemburger (Stein) vorbei. Knapp zurück Edwin Stucki und danach der erfolgreichste Tourenwagenfahrer und Tabellenführer vor Hockenheim, Markus Weege aus Wien. Die Fahrer an der Spitze rückten näher zusammen. die Spannung steigt weiter an. Im Juli ist dann Halbzeit in der DMV-TCC, erneut in Hockenheim.
Zweimal Pole, schnellste Runde, 2 Klassensiege und 2 Gesamtsiege bedeuteten für das Team rhinos-Leipert, Senkrechtstarter Fabian Hamprecht und Lamborghini-Tuner Hans Reiter sicher einen besonders schönen Tag.

Porsche
(Foto: D. Glöckner)

Lamborghini
(Foto: D. Glöckner)

Text/Foto: HTS

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