25 Gesamtsieg für Edy Kamm

Aus der 2. Startreihe verfolgte Jürgen Bender von Beginn an die Fahrer der großen Hubraum-klasse. Ihm im Nacken hing Ex-Sportwagenchampion Gerd Beisel. Nach einem mitreißenden Kampf gelang es dem Schweizer Routinier Edy Kamm aus Nieder-urnen auf einem Audi DTM-A4-Modell von 2005 den Sieg über seine Landsmann Ex Bellof-pokalsieger Jürg Aeberhard aus Biglen auf einem Porsche 993 GT2 zu erringen. Winzige 1,685 sec trennten beide Fighter im Ziel. Die Schweizer Fahrer sind seit fünft Jahren "Benchmark" in der DMV-TCC-Serie. In Dijon wurden beide von verschiedenen Medien als Favoriten gehandelt. Was die Schweizer boten, war genau das was die Fans von der DMV-TCC-Serie erwarten - Kampf gigantischer Boliden die man in anderen Rennserien in der Form so leider nicht geboten bekommt.

Bender (mitte) und Konstrukteur Wöhr (rechts)
Foto: HTS

Dahinter lieferte ein Fahrer eine Leistung ab, die in der Form wohl auf Anhieb niemand erwartet hatte. Nach monatelangem Hin und Her, begründet durch viele kleine technische Hürden, holte sich Jürgen Bender aus dem Süddeutschen Neckarsulm den Klassensieg in der GT3-Klasse der Serie. Als Gesamtdritter konnte Bender nun die Tabellenführung in der DMV-TCC-Serie klar festigen. Gegen jenen Mann der am Ende 1,15 sec hinter Bender durchs Ziel schoss, Gerd Beisel. Auch Rennwagenbauer Ernst Wöhr von Callaway-Competition dürfte ein Stein mit viel Getöse vom Herzen gefallen sein. Keine technischen Probleme seiner drei schnellen Jungs und die Plätze 1 - 3 in der Klasse GT3 des DMV-TCC-Rennens 1 beim Dijon-Weekend-2012. "Aber ausruhen werden wir uns in Leingarten nun sicher nicht" so der routinierte Konstrukteur. Gesamtrang 6 bis 10 holten sich in Burgund die Fahrer Kierdorf, Stucky (Bruno), Crow, Alber und Dechent. 5 Fahrer, hier in Dijon ein Mercedes im Porsche-Sandwich. Martin Dechent konnte mit seinem Klassensieg über die schnellen Langer-Brüder aus Heilbronn seinen 2. Gesamtrang in der Tabelle festigen. Thomas Langer dürfte als Verfolger der Tabellenführer um einen Rang nach vorn gefahren sein. Bender, die Nr. 1 und Dechent dahinter in der Tabelle starten für das Team Sportwagenschmiede. Teamchef Bayer war ein gefragter Mann nach dem Rennen. Da nur sehr wenig Zeit zwischen den beiden Läufen in Dijon verblieb, war Benders Renningenieur Marko Bayer für ein Interview nicht unter dem Auto hervor zu locken. Natürlich verständlich. Platz 3 in der Tabelle hält weiter Gerd Beisel. Auch er seit Saisonbeginn ein bekennender Callawaymann. Zieleinlauf Rennen 1 – Audi, Porsche, Callaway-Rennen 2 wird spannend. Denn dann steht Jürgen Bender neben Edy Kamm in Reihe 1 am Start.

Text: HTS

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