Bellof-Pokalgewinner Jürg Aeberhard als Favorit am Start

40 Fahrer und eine Lady aus 5 Nationen wollen am 08 September beim 11. und 12. Lauf der DMV-TCC in Dijon an den Start gehen. Ein tolles Feld – „aber auch eine tolle Strecke“, so der Mann der vor 12 Jahren hier seinen ersten Gesamtsieg in der Serie kassierte, Edy Kamm (CH). Er ließ damals keinem Kollegen bei Nieselregen und kühlem Wetter auf seinem STW-Audi eine Chance. „Allradwetter damals, hä“, so einer aus dem Team grinsend.
Jetzt werden ganz vorne Jürg Aeberhard (CH, Porsche GT3R), Edy Kamm (CH, Audi-A4), Albert Kierdorf (Porsche 997 RSR), Jürgen Bender (Callaway-Corvette 012) und bei Regen Reinhard Kofler im Werks KTM-Audi-Turbo, dem Modell X-Bow, erwartet. Dahinter dürften die Routiniers Beisel, Klüber, Wolters, und die Stucky-Brüder als „Bläser im großen Konzert der kleinen grünen Hölle der Franzosen“ m Westen von Dijon für Stimmung sorgen.

Jürg Aeberhard (M) beim TV-Interview
Foto: Dietmar Glöckner

Doch schauen wir mal in die Klassen rein. Bei den 2L-Jungs dürften Marc Roth der Champion von 2008 und Markus Huggler, beide Schweizer, einen Fight der Bayern-Autos, Audi kontra BMW abliefern. In der Klasse bis 3,25 L möchte Jo Kreuer seine Teamchef Lars Pergande nicht unbedingt die Stirn bieten. „Der Lars ist in Dijon klar vorne in der Klasse. Und mein Kölner Teamchef führt ja auch in der UHSport-Eurowertung“, so Kreuer.
In der Klasse bis 4 L Hubraum geht der Tabellenführer „Maximilian Stein“ (Lux) nicht auf einem Team Schütz-Motorsport-Porsche an den Start. Der wurde in Österreich erheblich beschädigt. Bleibt abzuwarten ob Ersatz herbei geschafft werden kann. Wird Tobi Paul auf einem V8-BMW in Dijon ein Ass im Ärmel dabei haben. Oder werden Die Herren Ludwig und Bleck in Frankreich tief in die Trickkiste greifen. Hat Renningenieur Meder ihnen einen Siegerwagen in der Klasse geschraubt? Auch Hermann Wager und Rainer Noller im BMW werden da mit halten wollen?

Der Amtierende Meister mit der Start-Nr. 1 auf seinem gelben Team-DONIC-Porsche hat vorrangig die Herren Krumbach und Nägler im Auge. Klassensieg ist Schreiners Ziel. „Der Titel ist nach meinem Ausfall in Hockenheim außer Reichweite, schade“ so der Hero von der Saar. Aber der Papa einer frisch gebackenen Kartmeisterin wird in Frankreich kräftig Gas geben. Mir scheint, den Kurs von Dijon mag Franky Schreiner besonders.
Zur Heilbronner Angelegenheit dürfte der Klassenkampf unter den Cup-Porsche GT3 bis Bj. 2010 werden. Die Langer-Brüder Thomas und Christof haben mit Routinier Martin Dechent vom Erlenbacher Team Sportwagenschmiede einen harten Gegner in der Klasse. Dechent ist derzeit auch 2. In der Gesamtwertung der DMV-TCC-Serie. Das verspricht in Dijon eine Extraportion Spannung. Denn Dechent will nicht nur Klassenbester sondern auch Champion werden.
In der GT3-Klasse kann es keine echte Prognose geben. Bender in einer neuen Callaway-Corvette, die Markenkollegen Klüber und Beisel dazu. Und dann der an Siege gewöhnte Jürg Aeberhard – alles ist da möglich. Auch der Gesamtsieg. Jürg Aeberhard dürfte in Dijon nur schwer zu packen sein. Dijon ist, wenn man so will,l das Wohnzimmer der Schweizer. Um ganz sicher zu sein das er auf alle Fälle fahren kann, wird Jürgen Bender auch den bisher vom Team Sportwagenschmiede eingesetzten Porsche GT3 in Dijon dabei haben. Ob den GT3 ein anderer Fahrer fährt wenn Bender ihn nicht selber braucht, ist noch offen. In der Klasse setzt der Memminger Dietmar Hagenmüller übrigens erneut, wie schon in Österreich, auf einen Ford GT. Die routinierten Stucky’s, rot mit weißen Streifen, setzen auf ihre SLS-Sterne.
Die Klasse 12 über 3,8L Hubraum dürfte eine klare Sache für Albert Kierdorf werden. Der Blitzstarter vom Red Bull Ring wird sich auf der Distanz mit Markenkollegen Jürgen Schlager auseinander setzen. Ob Heinz Roth aus der Schweiz eine Überraschung bieten wird, ist schwer vorher zu sagen. Die Schweizer kennen Dijon in der Regel wie ihre Hosentasche. Das kann entscheidend sein.
In der offenen Klasse, da wo es nach menschlichem Ermessen um den Gesamtsieg gehen dürfte, haben in der ersten Saisonhälfte 2 Fahrer einen starken Eindruck hinterlassen. Edy Kamm der Schweizer und der österreichische KTM-Audi-Turbo Testfahrer Reinhard Kofler aus Attnang. Sie sollte man in Dijon gut im Auge behalten. Möglich das dort wo die 2 Fahren die Spitze des Feldes ist.
Niko Müller und DMV-Automobilobmann Gerd Hoffmann werden 2 weitere packende Rennen anbieten können.

Text: HTS

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