Sieg von der Pole für Markus Pommer

Der 11. und 12. FIA-Formel-2 Meisterschaftslauf im Französischen Circuit Paul Ricard wurde für den Deutschen Markus Pommer (21) zur tollen Erfolgsgeschichte. Auf seinem Williams-Audi-Turbo gelang es dem Erlenbacher (Heilbronn) F3-Aufsteiger bereits im freien Training Spitzenzeiten zu fahren. „Rennstrecken habe ich eigentlich immer sehr schnell sehr gut drauf“, so der einzige Deutsche im Feld. Als Dritter im ersten Freien Training konnte er nach durchwachsenem 2. Training im Quali erneut glänzen. Erste Startreihe und Platz 2 waren hinter dem Schweizer Matheo Tuscher (15) er und seine Crew erwartet hatten. „Der Mistral hat mich in drei sehr guten Runden leicht eingebremst“, so der Deutsche. „Sonst wäre die Pole durchaus drin gewesen. Im ersten Rennen des französischen Wochenendes dann ein Dämpfer. Der Wagen lag überhaupt nicht. "Schwammig und zäh musste ich auf „Schadensbegrenzung fahren“, so Pommer. Platz 5 war so leider nicht „der Bringer“, so der Fahrer leicht missmutig nach der Zieldurchfahrt. Es konnte also eigentlich nur besser werden. Die gute Nachricht kam am Vorabend der 2. Rennens vom Renningenieur. Der zeigte Pommer einen beschädigten Reifen.

Markus Pommer siegt in Paul Ricard
Foto: FIA F2

„Das dürfte dich gut und gerne bis zu eine Sek./Runde gekostet haben“. Am Sonntag konnte Markus Pommer mit einem neuen Reifensatz auf die Pole fahren. Vortagssieger Tuscher und Vizemeister-2011 Zanella knapp zurück. Der Start zum Rennen bei +35°C gelang Pommer perfekt. Matheo Tuscher drängte brutal von hinten. „Es dauerte 5 Runden bis Matheo seine Reifen überhitzt hatte“, grinste Pommer später. Die beiden Schweizer blieben bis ins Ziel im, Windschatten des Deutschen. Am Ende konnte Markus Pommer gewinnen. Jeweils 0,1 sec zurück die Schweizer „Jäger“ Tuscher und Zanella. Pommer ist nun 4 hinter Bacheta (GB), Tuscher und Zanella (b.CH). 49 Zähler fehlen Pommer auf den Tabellenführer Bacheta (GB). 100 Punkte sind maximal noch zu holen. Gute Chancen also für den Deutschen von Team Live-Strip.com aus Heilbronn. "Wenn mein schwarz lackierter 500 PS-Bolide, 60 davon dürfen 8 Mal/Rennen per Power-Boost zugeschaltet werden, zu 100% OK ist, dann kann ich siegen. Wenn irgend etwas nicht stimmt, dann war es das im Training oder im Rennen schon", so der Deutsche. Beim 2. Lauf in Paul Ricard stimmte alles zu 100%.

Text: HTS

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