Spannender DMV-TCC-Saisonauftakt am 08.04.12 am Ring

Das Training
Pole Nr.1 für Bellof-Pokal-Gewinner Christian Land:
Recht kühles Wetter herrschte zum Training am Ring. Graupelschauer gab es noch dazu. Nichts für empfindliche Technik. Einer beherrschte das aber sehr gut. Bellof-Pokal-Gewinner 2011 Christian Land auf einem SLS-Sternschnuppe des Familienteams. Pole für den Sauer-länder. Aber nur knappe 0,5 sec trennte ihn von jenem Team Attempto-Porschefahrer der offensichtlich auch „ein Mann für alle Wetter“ ist – Andy Iburg aus Lohne. Im 2. Training hatten Jürgen Schlager (Porsche 993 GT2) und Callaway-Corvette-Newcomer Gerd Beisel das Spiel im Griff. Gesamtschnellster Polemann war Land Jr. mit 2:12.873.

Rennen 1
Den Start zum ersten Lauf am Ring entschied Attempto-Porsche GT3 R-Pilot Iburg für sich. Aber Das ließ Christian Land natürlich nicht lange auf sich sitzen.

Christian Land auf dem Podium (re.)

Eine Runde später war er wieder in Führung. Der Silber blaue Sternschnuppe vor dem hellen Porsche. 3. War Heinz Bert Wolters vor dem Schweizer Edy Kamm. Im Mittelfeld führte der amtierende Champion Frank Schreiner auf Porsche vor Chris Vogler auf dem neuen GT von Melkus mit Audi-Power. Man schenkte sich nichts. Schreiner sah diese Situation bereist beim Finale 2011 kommen. Jürgen Bender auf einem nachgerüsteten 07er Porsche GT3 fällt leicht zurück. Er schein jeweils früh zu bremsen. Seltsame Motorgeräusche dazu. Was man später erfuhr. Der Gaszug ging nur stark gebremst zurück. „Ich musste früh vom Gas und konnte spät bremsen“, schüttelte der Reifenspezialist nach dem Rennen den Kopf. Zurück zum Geschehen. Vogler bedrängt Schreiner. Im Zuge der Überrundungen geht der Heilbronner vorbei am Champion. Beide bleiben cool. Ganz vorne schiebt sich Edy Kamm in der 4. Runde an Andy Iburg vorbei um sich nun an die Verfolgung von Christian Land zu machen. Bei den 2L Autos gelingt es Harald Tänzler (Melkus) Martin Roos (Lotus) nieder zu ringen. Im Kampf um die Spitze gelingt es dem Schweizer Kamm im Bergaufteil vor der Schikane neben Land zu bremsen. Der Schweizer Audi-DTM-Pilot kommt vorbei. Absetzen kann er sich jedoch nicht wirklich. Er muss hart fighten. Hinter den beiden Spitzenleuten fighten Iburg und Wolters um jede Wagenlänge hart. Im Mittelfeld eine Gruppe mit Thomas Langer, Bernd Kleinbach, und Hermann Wager. Durch diese Gruppe arbeitet sich der dänische Haudegen Jörgen Hansen auf einem noch ungewohnten Porsche langsam aber gekonnt durch. Hinter Langer ist Feierabend. 30 min. sind vorbei. Die Zielflagge fällt. Der Fahrer aus Dänemark hat überzeugt. Die Anreise zum geschätzten Ring dürfte sich für ihn gelohnt haben. In den Kassen siegten Marc Roth (CH) der Ex-Champion von 2008, Lars Pergande, Maimilian Stein, Frank Schreiner, Oliver Bliss, Martin Dechent, Christian Land, Jürgen Schlager und Edy Kamm (CH). In der Pause zwischen den Rennen musste etliches repariert werden. Chris Vogler hatte nicht nur ein Elektronikproblem zu diagnostizieren, sondern auch ein gebrochene Antriebswelle zu ersetzen. Jürgen Bender musste nicht nur das klemmende Gasgestänge richten, sondern fand mit Schrecken auch eine gebrochen Bremsklotz vor. Bei Albert Kierdorf schien ein Wurm im Getriebe zu stecken. Aber auch andere Teams schraubten fleißig.

 

Rennen 2
Superstarter Gerd Beisel fährt auf‘s Treppchen:
Ich musste beim 2. Rennstart am Ring an die Worte des GT3-Porschefahrers Jürgen Bender denken. „Gegen die großen Hubräume ist in der Beschleunigungsphase und bergauf kaum was auszurichten“, so der Neckarsulmer. Gerd Beisel gab im richtigen Moment Vollgas und schob seine Callaway-Corvette die zuvor in der GT-Masters im Einsatz war, vor den bunten Porsche GT2 von Jürgen Schlager in Führung. Dahinter zunächst Wolters, Kamm und Klüber. Ganz hinter legte einer los der es nun wissen wollte. Albert Kierdorf. Aus der Box dem Feld nach hatte er auf der Ziellinie bereits 5 Kollegen hinter sich. Nach einer Runde kam der schnelle Mann der hochwertige Weine vertreibt bereits als 16., also in der ersten Hälfte des Feldes durch. Vorne waren die Herren Wolters und Kamm an Beisel vorbei gegangen.

Mercedes SLS AMG

Jürgen Schlager war 4. In der 3. Runde begann der Schweizer DMV-TCC-Rückkehrer Edy Kamm Heinz Bert Wolters anzugreifen. „Du musst so eine Überholvorgang richtig vorbereiten. Bist du nicht sicher das ohne Überrundete Fahre durchziehen zu können dann kannst Du sehr leicht mit deutlich langsameren Kollegen aneinander geraten“, so der schnelle Schweizer Garagist noch vor dem 2. Lauf an der Box. In der 4. Runde war Kamm vorne. Ohne Feindberührung. „Der Heinz Bert ist ja ein Routinier“, so der Schweizer anerkennend. Im Mittelfeld fighteten Vogler und Schreiner erneut miteinander. Vogler fiel ab Rennmitte etwas zurück. Wohl wieder die Elektronik wie es schien. Nach der 8. Runde das Ende für Albert Kierdorf. Jörgen Hansen leistete Albert Kierdorf im Bereich Mercedes Aena etwas später Gesellschaft. Martin Dechent, Thomas Langer und Peter Scheppheyn konnten ihre Porsche 997 GT3 Cupmodelle vor Attemptp-Kollegen Kleinbach mit Sichtkontakt ins Ziel fahren. Die Brüder Bruno und Edwin Stucky fuhren ihre beiden roten SLS-Mercedes GT3 auf die Gesamtränge 9 und 10. „Wir haben hier erstmals ein Rennen bestreiten können so die überaus zufriedenen Schweizer. Wie formulierte es einer so treffend. Die schnellen Brüder haben ihren Betrieb zwischen Friebourg und Cormiboenf in der Schweiz in der Andre Piller Str.7. Die mündet in die Jo Siffert Straße. Würden die Brüder ihre GT‘s also einmal auf die Straße fahren, dann würde diese Fahrt unweigerlich auf die Straße mit dem Namen des berühmten Schweizer Formel-1-Fahrers führen. Gesamtsieger am Ende Edy Kamm (CH, Audi), vor Heinz-Bert Wolter (Porsche), und Gerd Beisel (Callaway-Corvette)
In den Klassen hatten in Rennen 2 Marc Roth (CH), Lars Pergande, Maximilian Stein, Andre Krummbach, Oliver Bliss, Martin Dechent, Heinz Bert Wolters, Jürgen Schlager und Edy Kamm (CH) die Nase vorne.


In der Meisterschaft sieht die Tabelle nach 2 von 16 Rennen wie folgt aus:
1. „Maximilian Stein“ 14,50 P
2. Hinz-Bert Wolters 14,50 P
3. Frank Schreiner 14,30 P
4. Martin Dechent 14,20 P
5. Lars Pergande 14,20 P

Text: HTS

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