Formel Ford 1600 auf der Retro Classics in Stuttgart (22.-25.03.2012)

"Na dann bis nächsten März“, so ein Klassik-Fan im vergangen Jahr zu Freunden und ging. 2012 traf Ich ihn jetzt in Stuttgart wieder – und das eher zufällig. Er begann sofort zu schwärmen. Die tollen Busse in Reih und Glied. Aufgestellt wie für eine Zeitreise. Dazu die alten Traktoren. „Wird langsam Zeit das da mal ein Traktorhersteller eine Show von den Anfängen seiner Marke bis heute präsentiert“. Diese Anregung geht an die Adresse der Hersteller. „Und dann das Angebot edler Oldtimer“. Der Mann war begeistert. Leider nicht so überwältigend fiel dagegen das Angebot internationaler Buchhändler aus.
In der Halle 4 stieß man auf den traditionellen NSU-Retro-Treff. Die Leute bilden eine fest gefügte Fangemeinde aus dem nahen Neckarsulm. Sie zeigen dort in jedem Jahr neue und viel bestaunte Schätze. Das dann auch jene Herren die bereits am Freitag vor Ort waren ein Stück Technik- und Renngeschichte der Marke aus dem Schwäbischen mit geschrieben haben, versteht sich von selbst. Sie alle, so der Fahrwerk Entwicklungsleiter Dipl.Ing. Thomas Ammer-schläger, die Tunerlegende Siegfried Spiess, Rennfahrer Hans Müller oder Renntechniker Roland Faigle von NSU (alle 4 Foto v. r.) haben die NSU-Geschichte mit geschrieben. Karosseriebauer und NSU-Rennfahrer Kurt Brixner stieß später noch hinzu.

Formel Ford 1600 PRS RH02 (BJ: 1980)

Und die Fahrer Lutz Stegmüller, Wendel Egger und Herbert Weber. Manches Rennen wurde in der Runde analysiert. Nun, Jahrzehnte später meist unter ganz neuem Blickwinkel. Und auch der eine oder andere „Nicht-NSU-Fahrer“ schauten zu einem „Plausch“ vorbei. So der Warmbronner Dieter Glemser, ein Frontrunner aus gemeinsamen Ford-Tagen für den dort später tätigen Rennleiter Ammerschläger. Warmbronn liegt ja nur gerade um die Ecke.

Am Stand mit dem knallgelben „Old Smuggler“-Formel-Ford-PRS des unvergessenen Stefan Bellof bildete sich ebenfalls schnell eine permanente Fantraube. Das Auto des Salzburger Teams von Rennsportlegende Walter Lechner aus Feistenau ist wieder aufgetaucht und liebevoll restauriert nun in Stuttgart zu sehn. „Nur die Getriebeteile sind noch nicht wieder instand gesetzt“, so der stolze Besitzer Thomas Guthmann auf der Retro Classics. Auch 2 Fahrer aus dem Raum Stuttgart fuhren damals die identischen Wagen mit Bellof im gleichen Team aus Österreich. „Wie steigt man heute eigentlich „g’scheid“ in den Rennsport ein“? Eine oft gestellte Frage. Die könnte im nächsten Jahr auf einem Stand um diesen gelben Nachwuchsrennwagen von Thomas Guthmann und den Bellof-Freunden sowie einem DMV-Experten in Stuttgart beantwortet werden.

Der wunderschöne Porsche in den Boxen

Auch die Historische Formel Vau Europa e.V. könnte solche Fragen der Racefans beantworten helfen. Sehr viel abgelichtet wurden die wenigen Formel-1-Modelle wie der Talbot, Gordini, Maserati, Cooper und Ferrari aus den 50ern oder der Piquet-Williams aus den 90ern. Fehlten nur die Klassiker von der Auto-Union, Porsche und Mercedes. Na, wer weiss. Vielleicht sind die im kommenden Jahr zu bestaunen. Man braucht ja auch Perspektiven für 2013. Text: HTS / Fotos: MMM

Das Cockpit des Formel Ford Wagens Das Getriebe fehlt aktuell noch

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