Stefan Bellof als Coach

„Dein Sohn ist schnell, lasse ihn die DM fahren“

Dieser Satz vom damaligen Karttuner an MCH-Mitglied Erich Hofmann, dem Vater von Peter Hofmann gerichtet, brachte alles ins Rollen. Erich Hofmann baute sich in jenen Tagen zunächst selber einen Formel-Wagen um sich dann im Zuge von beruflichen Veränderungen in Heilbronn mit seinem rennbegeisterten „Jüngsten“, Peter, in Richtung Kartsport zu orientieren. Am 21.März wird Peter Hofmann nun 50. „Wahnsinn wie die Zeit rast“, lächelt die Nr. 1 der Unterländer Motorsportszene der späten 70er Jahre. 1975 feierte der Heilbronner in Liedolsheim bei Bruchsal ein Debüt. Im 2. Rennen dann bereits Platz 2 und der Gang aufs Treppchen. Mit einer Sondergenehmigung durfte Peter als 15jähriger im dem vom Vater vorbereiteten 125 cm³ Getriebekart in der Meisterschaft starten. „Ohne meinen Vater hätte ich zu der Zeit ja überhaupt nichts bewegen können“, blickt der Weinsberger anerkennend zurück. Das war 1976. Die Erfolge kamen Schlag auf Schlag. DM-6., Platz 10 in der EM-Qualifikation, als jüngster Teilnehmer unter 99 Fahrern aus 15 Nationen! Natürlich ging auch technisch mal was schief“, so der heute in Weinsberg lebende Media-Markt Geschäftsführer. Ein Reifenschaden verhinderte 1979 einen Titelgewinn, es reichte jedoch noch zum Vizeeuropameister. ADAC Pokal Sieger, Sieger internationaler Deutschland-Pokalgewinner, Deutscher Kart Vizemeister 1978 und 1980 usw. 1981 wendete sich Peter mit Hilfe seines Vaters und dem Barho-Racing-Team in Heilbronn der Formel-Ford zu. MCH-Mitglied Klaus Barho managte damals die Sporteinsätze des Teams im Unterland. Der Binswänger Hans Schmidt stellte einen Formel-Ford für erste Tests. Der mit den Hofmanns aus der Kartszene bekannte spätere Formel-1-Fahrer Stefan Bellof und fungierte als Coach beim ersten Test in Hockenheim. Teamchef Walter Lechner lieferte einen neuen PRS-Rennwagen.

Alles lief unter Erich Hofmanns Regie wie geschmiert. Schnell hatte sich Peter Hofmann an den neongelb lackierten britischen PRS-Formel-Ford gewöhnt. Mehrere Siege in Reihe und der Vizemeistertitel im ersten Jahr ließen auf den Kampf um den Formel-Ford-DM-Titel-82 hoffen. Der Österreichische Teamchef Walter Lechner war von Beginn an mit im Boot. Er hatte den späteren F1-Fahrer Stefan Bellof im Team. Hofmann und Bellof waren für internationale Rennwageneinsätze 1982 vorgesehen. Leider aber kam es anders. Peter Hofmann gewann im Herbst 1981 in Hockenheim sein 6. Rennen in Reihe während sein Vater im Bereich der Boxenanlage nach einer Kollision anderer Fahrzeuge durch umher fliegende Teile tödlich verletzt wurde. Ein Schock von dem man am gleichen Tag beim World-Cup, dem Formel-Ford-Festival in Brands Hatch hörte. Peter Hofmann beendete 4 Jahre später seine Karriere. Heute ist es das runde Leder dem die Leidenschaft seines Sohnes gehört und das unterstützt der Familienvater gerne nach Kräften.

Stefan Bellof & Peter Hoffmann
Fiat-Entwickler Herbert Schürg fuhr auf 2, 3 und 4 Rädern große Erfolge für den MCH ein. Dann machte Kart- und Formel-Ass Peter Hofmann Furore. Ihm folgten MCH-Erfolgsträger wie Chris Vogler, Thomas Langer und heute der Neckarsulmer Dipl.Ing. Jürgen Bender. Die halten heute die Fahne des MCH national wie auch international hoch. (HTS)

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