Formel Ford 1600  - Technische Daten PRS RH02

Die Teilnehmer hatten die Wahl zwischen mehreren Chassis-Herstellern, fast ausnahmslos englische Marken, und die Fahrer konnten sich ohne aerodynamische Hilfsmittel wie Front- oder Heckspoiler ganz auf das Erlernen von Fahrwerksabstimmungen konzentrieren. Die Ford-Motoren der Kent-Baureihe waren zwingend vorgeschrieben und wurden, nach einem strikten Reglement vorbereitet, von mehreren Motorentunern (z.B. Gätmo) angeboten. Die einheitlichen Reifen (Dunlop) und Getriebe (Hewland) waren weitere Eckpfeiler eines kostengünstigen Gesamtpakets. Die Abstimmungsmöglichkeiten beschränkten sich also darauf, die Getriebeabstufung durch den Austausch der Zahnräder zu verändern, den Reifendruck erhöhen oder verringern, die Stabilisatoren vorn und hinten zu verstellen, die Federn an der Vorder- oder Hinterachse auszutauschen oder auch den Sturz des Fahrwerks zu verändern. Diese Abstimmungsarbeiten bedürfen nur wenig Zeitaufwand und ein Setup kann in wenigen Runden (ohne viel Reifenverbrauch) erstellt werden. Gesonderte Abstimmungsfahrten mit erneuter Anfahrt und Streckenmiete waren zu Zeiten der Formel Ford wegen der Kosten unüblich. Professionelle Rennställe hatten meist Abstimmungswerte für die bekannteren Pisten parat, auf temporären Rennstrecken waren Erfahrungswerte bei den relativ simplen Konstruktionen ausreichend.

PRS (Pro-Race Services) entstand Mitte der 1970er Jahre aus einer Firma für Rennwagen Fahrwerksteile. Die Wagen glänzten mit sehr stabilem Fahrwerk und machten sich schnell einen guten Namen. Darauf aufmerksam geworden, sicherte sich Walter Lechner den Generalimporteurvertrag für Deutschland, Österreich und die Schweiz. 1983 stellte PRS den Rennwagenbau ein, die Großen Hersteller wie Van Diemen oder Reynard hatten die Vorherrschaft übernommen.

Das Modell RH02 zählte zu den erfolgreichsten Formel Ford Konstruktionen der früher 1980er Jahre. Es wurde von vielen Teams und Fahrern eingesetzte und war zur damaligen Zeit häufig in Formel Ford Wettbewerben zu finden. Bis heute sind solche Fahrzeuge in Oldtimer Rennen im Einsatz. Auch heute zählen sie noch zu den Sieganwärtern.

Technische Daten im ONS-Wagenpass

Der Kent-Motor stammte aus dem Ford Cortina/Escort 1600GT und kam auf einen Hubraum von 1599 cm³ (Bohrung x Hub 81 x 77,62 mm). Mit einem Weber 32/36 DGV-Vergaser mit Lufttrichter leistete er 107 PS bei 6000/min 107 PS (1980).

Chassis

Auslieferung 10.03.1980

Hersteller

PRS Racing Cars

Chassis Nr.

034

Typ

RH02

Motor

Typ Ford Kent (1600 GT)
Zylinder 4
Hubraum 1599 cm3
Bohrung 81,102 mm
Hub 77,620 mm
Vergaser Weber 32/36 DGV
Leistung 107 PS bei 6000 U/Min.

Formel Ford 1980 Hockenheim

(Foto: HTS)

Maße
Gewicht 420 kg

Länge 3650 mm

Breite 1650 mm

Höhe 980 mm
Radstand 2450 mm

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